THE JEREMY DAYS

The Jeremy Days waren Ende der Achtziger Jahre eine der wenigen Bands aus Deutschland, die es in einer Zeit auf MTV schafften, als das noch den großen internationalen Acts vorbehalten war. Ihre melodiöse Mischung aus britischem Pop und amerikanischem Art-Rock brachte sie in den zehn Jahren ihres Bestehens sowohl auf die Poster der Pop-Rocky als auch ins Feuilleton der FAZ. Sie landeten mehrere Hits und schufen mit „Brand New Toy“ sogar eine Art Evergreen, arbeiteten mit Produzentenlegenden wie Clive Langer, Alan Winstanley (u.a. für Madness, Elvis Costello) und Fred Maher (u.a. für Lou Reed, Lloyd Cole) zusammen. Am Ende hatten sie 1995 alle großen Clubs der Republik gesehen, eine UK-Tour absolviert und fünf Alben produziert, von denen sie über eine halbe Millionen Platten verkauften. Nach dieser intensiven Zeit konnte sich die Männer-WG, die sie waren, jedoch nicht mehr sehen, riechen, ständig um sich haben. Sie trennten sich, und es sah so aus als ob es kein Zurück mehr geben würde. Dass sie 2021 nochmal ein Album zusammen komponieren und einspielen würden, hätten sie drei Jahre vorher noch für illusionär gehalten.

THE JEREMY DAYS

„BEAUTY IN BROKEN“
VÖ: 25.03.2022

Ihre Fans hatten spätestens ab den Nullerjahren mit einem Comeback gerechnet. Doch die Jahre waren still und leise verstrichen. Als schließlich auch noch das 30. Jubiläum ihres Debütalbums ungefeiert blieb, schien das Kapitel Jeremy Days endgültig beendet. Umso überraschender, dass sich die Band Anfang 2019 nach 24 Jahren Funkstille plötzlich doch noch auf die Bühne des Hamburger Docks stellte und sich durch einen berauschenden Konzertabend spielte als ob die Jungs in der Zwischenzeit nur mal eben eine Runde um den Block spaziert wären. Ein »Triumphales Comeback« jubelte die Hamburger Morgenpost. Das NDR Fernsehen sprach sogar von einem Tag »für die Geschichtsbücher der Popmusik«. Neben der musikalischen Sensation war es für die Band aber auch ein persönlich hochemotionales Ereignis. Schließlich hatte man 1996 mit dem Bandende quasi auch den Kontakt untereinander abgebrochen.

Die Geschichte des Albums ist eben auch eng an die wiedergefundene Freundschaft der Bandmitglieder gekoppelt. War es auf dem Comeback-Konzert noch eine Art Klassentreffen, so hatten sie auf der spontan angesetzten Comeback-Tournee die Gelegenheit sich neu kennenzulernen. Nur dieses Mal ohne den großen Erfolgsdruck, mit einem eigenen Leben und einer eigenen Biographie im Rücken. Der Wunsch wieder zusammen die Welt zu erobern, ergab sich dabei quasi ganz von selbst. Er konnte auch von der Corona-Pandemie nicht gestoppt werden, während derer die Band sich per Internet auf wöchentlichen Zoom-Sessions zum Songschreiben und zum Ideenaustausch traf, zwischen den Scherben der Vergangenheit auch das Schöne, die Erfahrungen, die Gefühle, die verblassten Gründe wiederentdeckte: „Beauty In Broken“.

Das neue Bandgefühl zeigt sich allein schon darin, dass erstmals alle Bandmitglieder am Songwriting beteiligt sind, nachdem dies früher Sänger Dirk Darmstaedter und Bassist Christoph Kaiser vorbehalten gewesen war. Letzterer ist der einzige vom ursprünglichen Lineup, der heute nicht mehr dabei ist. Das neue Album bleibt darüberhinaus den Trademarks der Band treu: Background-Chöre, britische Gitarren, amerikanische Attitüde, detailverliebte Arrangements und Songs, die wissen, dass ein Refrain Leben retten kann. Ein Gitarrenalbum, das sich nicht lange mit der Vergangenheit aufhält und in dem sich die Energie eines Debütalbums mit der Lässigkeit eines sechsten Longplayers vereint.

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Fotos: Dirk Darmstädter